Herpes in der Schwangerschaft

Herpes in der Schwangerschaft

Herpes in der Schwangerschaft- gefährlich fürs Baby? (Februar 2019).

Anonim

Herpes-simplex-Virus (HSV) -Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, die bei einer von fünf Frauen in den Vereinigten Staaten auftritt.

ACOG veröffentlicht Richtlinien zur Behandlung von Herpes in der Schwangerschaft

American College of Frauenärzte
Geburtshilfe und Gynäkologie, Juni 2007

Herpes-simplex-Virus (HSV) -Infektion ist eine der häufigsten sexuell übertragbaren Infektionen, die bei einer von fünf Frauen in den Vereinigten Staaten auftritt. Dies ist ein großes gesundheitliches Problem, da Frauen, die während der Schwangerschaft eine genitale Herpesinfektion haben, gefährdet sind, das Virus an den sich entwickelnden Fötus und das Neugeborene zu übertragen. Die meisten Personen, die mit HSV infiziert sind, wissen nicht, dass sie es sich zugezogen haben, und ungefähr 80 Prozent der Kinder mit HSV werden von Müttern geboren, die keine Infektionsgeschichte mehr haben. HSV Typ 1 verursacht etwa ein Drittel bis die Hälfte der Fälle von Neugeborenen Herpes, und bis zu 80 Prozent der neuen Herpes genitalis-Infektionen bei allen Frauen können durch HSV Typ 1 verursacht werden. Die American College of Frauenärzte (ACOG) hat eine Praxis veröffentlicht bulletin, um das Spektrum der mütterlichen und neonatalen Genitalherpesinfektion zu umreißen und Richtlinien zur Behandlung der Infektion während der Schwangerschaft zu geben.

Virale oder serologische Tests sollten durchgeführt werden, um eine vermutete HSV-Infektion zu bestätigen. Die grundlegenden Testgruppen, die verwendet werden, sind Virus- und Antikörper-Detektionstechniken. Für den viralen Nachweis sind die primären Testtechniken die Viruskultur und der HSV-Antigennachweis durch Polymerasekettenreaktion. Die Anwesenheit von Antikörpern gegen HSV Typ 1 oder 2 kann mit serologischen Tests im Labor und am Point-of-Care nachgewiesen werden. Das ACOG-Bulletin empfiehlt keine routinemäßige antepartale genitale HSV-Kultursammlung bei asymptomatischen Frauen mit rezidivierender Erkrankung oder Routine-HSV-Screening bei Schwangeren.

Während der Schwangerschaft besteht ein erhöhtes Risiko für eine perinatale Übertragung bei einer primären HSV-Infektion als bei einer rezidivierenden Infektion. Wenn ein primärer HSV-Ausbruch in der Schwangerschaft diagnostiziert wird, kann eine orale antivirale Behandlung verabreicht werden, um die Dauer und Schwere der Symptome und die Virusausscheidung zu reduzieren. Antivirale Mittel, die üblicherweise zur Behandlung von HSV-Infektionen verwendet werden, sind Acyclovir (Zovirax), Famciclovir (Famvir) und Valacyclovir (Valtrex), die alle Arzneimittel der Kategorie B der US-amerikanischen Arzneimittelzulassungsbehörde FDA sind. Bei Patienten mit schwerer HSV-Infektion kann die orale Behandlung länger als 10 Tage angewendet werden, wenn die Läsionen nicht vollständig abgeheilt sind. Die intravenöse Verabreichung von Acyclovir kann für schwangere Frauen mit schwerer genitaler HSV-Infektion oder disseminierten herpetischen Infektionen von Vorteil sein. Bei schwangeren Frauen mit rezidivierendem Herpes genitalis sollte eine suppressive Virustherapie ab der 36. Schwangerschaftswoche angeboten werden.

Transabdominale invasive Verfahren (z. B. Chorionzottenbiopsie, Amniozentese, perkutane Nabelschnurblutentnahme) können bei schwangeren Frauen mit rezidivierender HSV-Infektion auch bei Vorliegen von Genitalläsionen durchgeführt werden. Invasive Überwachung (z. B. fetale Kopfhautelektroden) erhöht das Risiko einer neonatalen Infektion im Vergleich zur externen Überwachung deutlich; Wenn jedoch eine Überwachung der fetalen Kopfhaut indiziert ist, kann dies bei Frauen mit einer Vorgeschichte von rezidivierendem HSV und ohne aktive Läsionen sinnvoll sein. Der Kaiserschnitt wird empfohlen, um eine perinatale HSV-Übertragung bei Frauen mit aktiven Genitalläsionen oder Prodromalsymptomen zu verhindern. Frauen mit HSV-Läsionen, die nur in nicht-genitalen Bereichen wie Rücken, Oberschenkel oder Gesäß vorkommen, werden nicht empfohlen. Stillen ist nicht kontraindiziert, es sei denn, es liegt eine Läsion an der Brust vor.