Klassische Konditionierungstechnik kann helfen, die Exposition gegenüber fetalem Alkohol zu diagnostizieren

Klassische Konditionierungstechnik kann helfen, die Exposition gegenüber fetalem Alkohol zu diagnostizieren

Das Fetale Alkoholsyndrom (FAS) wird aufgrund einer Reihe von körperlichen Anomalien bei der Geburt diagnostiziert. Dazu gehören veränderte Gesichtsbildung und Entwicklungsprobleme. Diese körperlichen Merkmale sind nicht bei allen Kindern vorhanden, die während der Schwangerschaft Alkohol konsumiert haben. Eine mildere Form von FAS ist fetale Alkohol-Spektrum-Störung (FASD), aber keine bekannten Diagnosekriterien wurden etabliert. Laut einer Forschungsstudie über Kinder in Kapstadt, Südafrika, haben Kinder, die während der Schwangerschaft starken Alkoholmengen ausgesetzt sind, Schwierigkeiten, aus der klassischen Konditionierung des Augapfels zu lernen.

Die Forscher testeten 63 Kinder in Kapstadt mit zwei Formen der Eyeblink-Konditionierung. Die Konditionierung umfasste einen Ton und einen Luftzug in verschiedenen Formen. Der Ton sollte die Kinder warnen, dass der Zug kam. Kinder, die in fetalen Stadien Alkohol ausgesetzt waren, brauchten länger als normal, um die Verbindung zwischen dem Ton und dem Zug zu lernen. Dies weist Forscher darauf hin, dass die Lernbereiche des Gehirns von Alkohol auf einem bestimmten Niveau beeinflusst werden können, selbst wenn die mit FAS assoziierten physikalischen Anomalien nicht vorhanden sind.

Dieser Schritt in der Diagnose ist für Forscher aufregend, aber es gibt viel mehr zu studieren. Claire Coles, ehemalige Professorin an der School of Medicine der Emory University, erklärt: "Diese Art des Lernens oder Konditionierens ist nur ein Aspekt des Gedächtnisses. Das Ziel, alle Lern- und Gedächtnisdefizite, die sich durch Alkoholexposition ergeben, zu erfassen, wäre wissenschaftlich von großer Bedeutung und könnte auch Grundlage für die Gestaltung wirksamer Interventionen sein. "

<Fetales Alkoholsyndrom (FAS)

Quelle: Sandra Jacobson, et al. Alkoholismus: Klinische und experimentelle Forschung. Februar 2011 Ausgabe.