Entwicklungsprobleme bei Kindern können mit der Stimmungsstörung der Mutter während der Schwangerschaft zusammenhängen

Entwicklungsprobleme bei Kindern können mit der Stimmungsstörung der Mutter während der Schwangerschaft zusammenhängen

Viele Frauen kämpfen während der Schwangerschaft mit Depressionen und anderen affektiven Störungen. Die Exposition gegenüber diesen affektiven Störungen während der Schwangerschaft kann dazu führen, dass die Nachkommen im späteren Leben langfristige emotionale und Verhaltensprobleme zeigen. Frühere Studien zeigen fetale Erfahrungen im Mutterleib b>

Forscher vermuten, dass das Hormon Cortisol damit zu tun hat. Cortisol ist Teil der "Kampf oder Flucht" -Reaktion, wenn der Körper tödliche Gefahr spürt. Es gibt immer mehr Hinweise darauf, dass eine Überexposition gegenüber Cortisol vor der Geburt nachhaltige Folgen für das Kind hat, insbesondere in den Bereichen psychische Gesundheit und Verhalten.

Elisabeth Conradt und ihr Forscherteam wollten mehr über den Einfluss von affektiven Störungen während der Schwangerschaft auf das Verhalten von Neugeborenen erfahren. Sie waren besonders an zwei Genen interessiert, die sich auf die Gesundheit der Plazenta beziehen, des Organs, das den Fötus mit Nährstoffen versorgt. Andere Wissenschaftler hatten vermutet, dass Stress die Funktion dieser Gene beeinflusst. Die medizinische Gemeinschaft verwendet den Ausdruck "Genexpression", um die Genfunktion zu beschreiben. Forscher wissen, dass Umwelteinflüsse die Genexpression in krankmachender Weise verändern können.

In dem Bericht, der in der Zeitschrift Epigenetics veröffentlicht wurde, sagten die Forscher, dass steigende Cortisolspiegel in der Mutter Veränderungen im Gehirn des Babys verursachen, insbesondere Veränderungen dieser beiden Gene in Bezug auf die Plazenta. Diese Exposition gegenüber Cortisol kann eine Veränderung der Genexpression verursachen, die schließlich zu neurologischen Entwicklungsstörungen führt, die Probleme bei der Entwicklung des Gehirns und Nervensystems eines Babys sind. Neurologische Entwicklungsstörungen können Erkrankungen wie das Autismus-Spektrum, Aufmerksamkeitsdefizit / Hyperaktivitätsstörung oder ADHS, Epilepsie, Tourette-Syndrom und mehr verursachen.

Die Forscher dieser Studie unterstützen die Theorie, dass das Risiko für eine schlechte neurologische Entwicklung bei Kindern im Mutterleib beginnen kann. Eine frühzeitige Diagnose und wirksame Behandlung von Stress und anderen emotionalen Störungen bei Schwangeren kann das Risiko für neurologische Entwicklungsprobleme bei Kindern verringern.

Quelle: Conradt, Elisabeth. "Epigenetik: Forschungsarbeit." Epigenetik. 17. Oktober 2013. Web. 11. Dezember 2013.